Liebe Freundinnen und Freunde der Osteopathie, die Zeichen verdichten sich, dass die berufliche Regelung der Osteopathie in Berlin vorankommt (1). Damit ist ein 'Kippunkt' erreicht, was vielleicht auch der Grund sein mag, warum ich in letzter Zeit häufiger um meine Meinung zu diesem Thema gebeten wurde. Hier verweise ich auf meine Editorials zum Thema und neuerdings vorrangig auf zwei brillante hpo-Artikel, (1, 2), deren sorgfältiges Studium ich Ihnen vor der weiteren Lektüre dieses Editorials dringend empfehle.
Wer meine Arbeiten kennt, weiß, dass ich nie ein prinzipieller Gegner der beruflichen Anerkennung der Osteopathie in Deutschland war (ich habe ja selbst in den 2000ern VOD-nah gewirkt). Was ich aber scharf kritisiere sind die Bedingungen unter denen die Osteopathische Allianz (OA) bzw. OA-nahe Institutionen dies momentan durchzuboxen versuchen. Selbstverständlich können sich mit der Anerkennung wichtige Türen zu Politik, Wirtschaft und Wissenschaft öffnen; ich wäre ja ignorant, würde ich das nicht anerkennen. Was die OA-Bewegung Ihnen aber bewusst verschweigt, ist die Tatsache, dass sich damit auch andere Türen öffnen werden: für allopathische Lobbyisten, Opportunisten, Machthungrige, Gierige, Ideologen, Bürokraten etc. Und was Sie Ihnen auch verschweigt, sond die fulminanten 'Nebenwirkungen'.
Der 'alte Weg' – zweifelhafte Argumente
Aber was ist mit dem OA-Kernargument der Stärkung der Patientensicherheit durch berufliche Regelung? Nun, wir alle wissen doch: Patientensicherheit wird nicht durch Formalien wie Abschlüsse, Ausbildungsdauer oder -inhalt, berufliche Regelungen, Titel, Zertifikate, Fähigkeit zur medizinischen Differenzialdiagnostik etc. gesichert, sondern vorrangig durch das Verantwortungsbewusstsein der TherapeutInnen, dem Interesse an Ihrer Tätigkeit und der damit verbundenen Erfahrung.
Und was ist mit dem Argument der finanziellen Entlastung des Gesundheitssystems? Ein Großteil der nichtärztlichen osteopathischen Leistungen in Deutschland werden aktuell innerhalb der HP-Regelungen nicht als gesetzliche Regelleistungen vergütet und belasten somit das Sozialsystem nicht! Bei einer beruflichen Anerkennung wäre Osteopathie eine Regelleistung. Damit käme es zu einer Verschiebung der Umsätze (auch der Privatzahler) in das Sozialsystem. Ausgleichend wirkt dabei, dass die Regelsätze deutlich geringer ausfallen werden, als die derzeitigen Umsätze innerhalb der HP-Regelung. Das wird also alle OsteoapthInnen betreffen.
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Bleibt das Argument, dass tausende OsteopathInnen sich ohne berufliche Regelung in einer gesetzlichen Grauzone befinden. Hier wird es tatsächlich komplizierter, was einen Blick in die Geschichte erforderlich macht. Lange Zeit bestand für die nichtärztliche Osteopathie in Deutschland tatsächlich eine unsichere Situation. Mit Einstufung als Heilkunde änderte sich dies (OLG Düsseldorf, 2015), denn mit der damit verbundenen Verpflichtung zur HP-Prüfung erfolgte eine dramatische Umkehr der Bedingungen: durch die HP-Prüfung war nicht nur juristisch gesichert, dass die OsteopathInnen der Volksgesundheit nicht schaden (das entkräftet zusätzlich das Patientensicherheit-Argument), es eröffnete sich auch eine einmalige Chance für die nichtärztliche Osteiopathie. Ab sofort war es nun möglich unter dem HP-Dach eine entweder zentralistisch oder Community-basierte Institution zu etablieren, um weitestgehend geschützt vor dem Zugriff von Berliner Lobbygruppen, Bürokraten und allen möglichen politischen Sachzwängen und Partikularinteressen, d.h. fast völlig autonom, sowohl formale wie inhaltliche Kriterien für eine qualitativ hochstehende Ausbildung, Forschung und Praxis in einem laufenden und ergebnisoffenen Diskurs zu entwickeln und neuen Erkenntnissen jederzeit flexibel anzupassen. Eine international einmalige Chance für die nichtärztliche Osteopathie zur Entwicklung und Stärkung des Immunsystems und der Selbstheilungskräfte der Osteopathie war damit entstanden! Und das Beste: fast wundersam lösten sich damit die Nebenwirkungen einer berufsgesetzlichen Regelung (zumal als akademischer Beruf) auf. Hier nochmals stichpunktartig:
- Verlust der aktuell umfassenden Therapiefreiheit und des weitreichende Direktkontakt mit PatientInnen unter der gegebenen HP-Regelung!
- Sinkendes Einkommen für OsteopathInnen durch Herabstufung als Regelleistung!
- Abschaffung der Teilzeitausbildung als bisherigem Garanten und Motor für die Entwicklung und das hohe Ansehen der Osteopathie in Deutschland und zugleich Quelle einer höchst lebendigen und unbürokratischen Osteopathie!
- Verlust der Möglichkeit den Osteopathie-Begriff zur autonomen Organisation unter dem HP-Dach zu verwenden, da der Osteopathie-Begriffs bei berufsgesetzlicher Regelung nur noch in diesem Rahmen verwendet werden darf. Opposotionelle oder kritische Positionen innerhalb der Osteopathie als wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Demokratie können damit jederzeit mundtot gemacht werden, indem man ihnen einfach die Verwendung des Osteopathie-Begriffs juristisch untersagt!
- Durch die geplante Akademisierung wird der Zugang von Menschen ohne Abitur oder Fachabitur, bisher das Fundament der nichtärztlichen Osteopathie, deutlich erschwert!
- Gefahr der schleichenden Zwangsobjektivierung bzw. Marginalisierung qualitativer/subjektiver Aspekte durch Systemdruck droht (s. USA & GB)!
- Gefahr der schleichende Allopathisierung durch Systemdruck droht (s. USA & GB)!
- Gefahr der maximalen Bürokratisierung durch Systemdruck droht (s. USA & GB)!
- Gefahr der zunehmenden Verschiebung des Fokus von den Inhalten hin zu Macht, Status, Titel, Person und Ritual (Star-Kult, öffentlichkeitswirksame Titelvergaben, Posen mit bekannten Persönlichkeiten etc.)!
- Persönlicher Kritikpunkt: Zurückdrängen historischer Bildung und Forschung, die kritische Fragen an die gegenwärtige Osteopathie stellt und damit Verlust Ihrer wichtigen Funktion als Türsteher des Gewissens der Osteopathie!
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Die Spaltung Warum ist man diesen neuen Weg nicht konsequent gegangen? Weil man sich beimVOD (und den inzwischen VOD-nahen Institutionen sowie im inzwischen entstandenen Konkurrenzverband des bvo) bereits früh festgelegt hatte, die interne Identität und das öffentliche Image bedingungslos an das Motto 'Osteopathie muss berufsgesetzlich geregelt werden!' zu heften. In diesen Kreuzzug hatte man bereits 20 Jahre lang unendlich viel Arbeit, Geld und Energie gesteckt und ein bemerkenswertes institutionelles Geflecht geschaffen. Als Ende der 2000er klar wurde, dass eine berufsgesetzliche Regelung nur im Rahmen eines Heilhilfsberufes oder einer Akademisierung im Rahmen des Bologna-Abkommens möglich sein würde, hatte man darüberhinaus vorschnell Vollzeitschulen und BSc- und MSc-Abschlüsse etabliert, um 'Fakten zu schaffen'. Mit der 2015er-Entscheidung steckte man in einer unerwarteten Zwickmühle. Weitermachen wie bisher? oder 'Den Stecker ziehen' und den neuen und weitaus vernünftigeren Weg unter dem HP-Dach weitergehen? hießen die Alternativen. Dass die Entscheidung zugunsten 'Weitermachen wie bisher' fiel, lässt sich meines Erachtens eigentlich nur so erklären: mit dem Osteopathie-Boom in den 2000ern waren auch Image, Macht, Autorität und Bedeutung der Protagonisten des 'alten Wegs' stark gewachsen. Eine Neuausrichtung im o.a. Sinn hätte vor allem für die Entscheidungsträger der VOD- und bvo-nahen Instuitution einen massiven Macht-, Autoritäts- und Bedeutungsverlust bedeutet – inkl. materieller Einbußen. Dies könnte auch die seither zunhemend aggressive Öffentlichkeitsarbeit, die zunehmend aggressivere Verurteilung und Abgrenzung von 'Gegnern', die noch härtere Gangart gegenüber Teilzeitschulen und die noch stärkere Kompromissbereitschaft in Berlin erklären. Vor allem aber, die immer trotzigere Verweigerung sich kritischen Fragen in der Öffentlichkeit zu stellen.
Der 'neue Weg' - hpo Das Kommen der neuen Situation (2015) war für Eingeweihte bereits spätestens 2013/14 abzusehen. Ebenso, dass die meisten Protagonisten des 'alten Wegs' nicht bereit waren auf ihre neu gewonnene Macht und Autorität zu verzichten. Jürgen Grobmüller zog daraufhin die Konsequenzen, verließ den VOD-Dunstkreis und gründete bereits 2014 die hpo als institutionelle Plattform zur Etablierung des 'neuen Wegs'
(Wahrung der Autonomie und Therapiefreiheit unter dem HP-Dach). Aufgrund geringer finanzieller Mittel (wenig Mitglieder), ist der hpo gezwungen in aller Stille aus dem Hintergrund zu agieren. Die Kriegskassen der Anerkennungs-Befürworter hingegen sind prall gefüllt, wodurch Medien und Öffentlichkeit mit beständig beschallt und emotionalisiert werden. Dabei verwendet man den bewährten Mechanismus jeder sachlich nicht zu rechtfertigenden Kriegspropaganda: Unbegründete Ängste sähen (Sicherheitsargumente!) – einfach Lösung anbieten (berufliche Anerkennung) – Nebenwirkungen verschweigen, oder als 'notwendige Opfer' verkaufen (s. Liste oben) – immer wieder kurzes Bevorstehen der 'Erlösung' in Aussicht stellen (Heilserwartung schüren).
Szenarien Meines Erachtens sind momentan zwei Szenarien denkbar:
- Durchsetzung einer gesetzlichen Regelung als akademischer Beruf unter den gegebenen Bedingungen, also unter bewusster Inkaufnahme erheblicher Nebenwirkungen für nichtärztliche Osteopathie und OsteopathInnen (und damit indirekt auch für PatientInnen).
- Einstellen dieser Berufspolitik und Versammeln der gesamten Osteopathie-Szene in Deutschlands um an einem großen runden Tisch, um dort solange in aller Ruhe, freundschaftlich, allein auf sachlicher Ebene und vor allem ergebnisoffen den besten Weg für die deutsche Osteopathie und OsteopathInen auszudiskutieren und in einem laufenden Verfahren immer wieder neu zu bewerten.
Nochmal im Klartext:
- Nicht trotz, sondern wegen der HP-Regelung besitzt die nichtärztliche Osteopathie in Deutschland eine äußerst stabile Mischung aus Autonomie, Lebendigkeit, qualitativ hochwertiger Osteopathie und Patientensicherheit, von der andere Länder nur träumen können. Eine beruflichen Anerkennung zum gegebenen Bedingungen könnte diese Situation auf einem Schlag zerstören! Aufgrund der Schutzwirkung des HP-Berufs, der entgegen den Gerüchten der Anerkennungs-Befürworter noch Generationen im Gesetz verankert bleiben wird, besteht zum jetzigen Zeitpunkt absolut keine Notwendigkeit, die Osteopathie in Deutschland berufsgesetzlich zu regeln, oder diesen Schritt gar zu frocieren!
- Da wir uns an einem Kipppunkt befinden, erhält jedes Handeln oder Nicht-Handeln jedes einzelnen von uns ein enormes politisches Gewicht. Konkret heißt das: Öffentliches Schweigen = Zustimmung zur Beschneidung u.a. von Autonomie, Therapiefreiheit und Verdienstmöglichkeiten von nichtärztlicher Osteopathie und OsteopathInnen in Deutschland.
| | | Schweigen oder fragen? Wem die Osteopathie und die nächsten Generationen wirklich am Herzen liegen, muss jetzt wohl oder übel handeln. Und das heißt konkret: Verlassen Sie Ihre Komfortzone und bombardieren Sie die Anerkennungs-BefürworterInnen auf Veranstaltungen oder in Briefen mit kritischen Fragen. Seien Sie freundlich, aber bitten Sie nachdrücklich um eine verbindliche/öffentliche/schriftliche Stellungnahme. Hier einige Inspirationen (wählen Sie nur die 2-3 aus, die Ihnen am wichtigsten sind!):
Sehr geehrte Frau Prof. Fuhrmann (VOD), sehr geehrte Frau Bevert (bvo), sehr geehrte Frau Borchardt (Mitglieder des Bundestags und Verhandlungspartnerin in Berlin. MdBs sind gesetzlich verpflichtet, auf Bürgerfragen zu antworten.)
aufgrund widersprüchlicher bzw. unklarer Aussagen in Bezug auf die berufliche Regelung der Osteopathie in Deutschland, hätte ich folgende Frage(n) und bitte auf eine ehrliche Stellungnahme:
- Können Sie garantieren, dass die aktuelle unter dem HP-Beruf gewährleistete umfassende Therapiefreiheit und der weitreichende Direktkontakt mit PatientInnen uneingeschränkt erhalten bleibt? Wenn nicht, womit ist im worst-case zu rechnen?
- Können Sie garantieren, dass die aktuell umfassend berufspolitische Autonomie der nichtärztlichen Osteopathie in Deutschland weiter bestehen bleibt? Wenn nicht, womit ist im worst-case-Szenario zu rechnen?
- Warum gehen Sie in Ihrer Außendarstellung nicht auf die möglichen Nachteile einer beruflichen Anerkennung ein?
- Können Sie garantieren, dass es zu keiner körperteilorientierten Abrechnung kommt?
- Können Sie garantieren, dass Osteopathie keine verordnungspflichtige Regelleistung wird? Falls nein, wie hoch wird der zu erwartende Prozentsatz der Umsatzverluste im groben Durschnitt sein?
- Welchen konkreten Mehrwert hat die Vollzeitausbildung gegenüber dem jetzigen Ausbildungsmodell der Teilzeitschulen?
- Was genau ist mit Verbesserung der wissenschaftlichen Bewertung gemeint und wie wird die Verbesserung genau begründet?
- Können Sie garantieren, dass rein subjektive und qualitative Aspekte als wesentliche Bestandteile der Osteopathie (z.B. in der Biodynamik) nicht zwangsobjektiviert, marginalisiert oder gar gestrichen werden (so wie in den USA und GB)? Wie genau soll dies gesichert werden?
- Worin genau besteht die Verbesserung des Verbraucherschutzes durch das Berufsgesetz?
- Mit welchen identy flags wird garantiert, dass es durch die berufspolitische Einbettung in ein stark allopathisch orientiertes Gesundheitssystem nicht zu einer schleichenden Allopathisierung/Orthopädisierung der Osteopathie kommen wird?
- Können Sie garantieren, dass der Zugang zur Osteopathischen Ausbildung wie bisher auch ohne Abitur möglich sein wird?
- Der Versuch die berufliche Anerkennung vor Klärung der inhaltlichen Fragen 'im kleinen Kreis' durchzuboxen, birgt die erhebliche Gefahr der Ideologisierung der Inhalte durch diesen Kreis. Wie wollen Sie dies verhindern?
- Was wird mit dem sehr erfolgreichen Konzept der Teilzeitausbildung passieren?
- Welche Übergangsregelungen für StudentInnen und OsteopathInnen, die die Anerkennungskriterien nicht erfüllen, sind konkret geplant? Wer übernimmt die hierfür notwendigen Kosten?
- Garantieren Sie die Unterlassung juristischer Maßnahmen gegen persönliche oder istitutionelle Initiativen, die - ganz im demokratischen Verständnis – unter dem Bergiff 'Osteopathie' öffentlich eine Auffassung vertreten?
Noch einige Tipps:
- Wir sind am Kippunkt. Dies bedeutet, dass jede Frage und jeder Brief jener Tropfen sein könnte, der das Fass zum überlaufen bringt und die die aktuelle Berufspolitik zum Innehalten (primäres Ziel!) und an den Verhandlungstisch (sekundäres Ziel) zwingt.
- Lassen Sie sich nicht abwiegeln! Sie haben ein Recht darauf, diese Fragen zu stellen und eine Antwort darauf zu bekommen!
- Werden Sie niemals persönlich. Gehen sie niemals auf mögliche Diffamierungen ein. Machen Sie sich immer klar: Nicht Sie stellen mit Ihren kritischen Fragen eine Gefahr für die Osteopathie dar, sondern diejenigen, die kritischen Fragen aus dem Weg gehen!
- Kommt es zu Konfliktsituationen, fokussieren Sie stets auf den Gedanken: ich kämpfe nicht gegen die OA-Bewegung oder Ihrer VertreterInnen, sondern setze mich für den Erhalt der nichtärztlichen Osteopathie-Autonomie, sowie für die umfassende Therapiefreiheit der OsteopathInnen in Deutschland ein.
- Macht braucht Geld! Mitgliedschaften, Kurse und die Wahl der Schule als LehrerIn oder StudentIn haben damit ebenfalls enormes politisches Gewicht.
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Zum Schluß
Bin ich 'crazy' geworden? Zum verbohrten Verschwörer? Bin ich vielleicht sogar eine 'Gefahr für die Osteopathie' (wie mir kürzlich öffentlich indirekt unterstellt wurde)? Na ja, wer weiß, alles ist möglich. Was mich beruhigt: dies zu beurteilen obliegt allein jenen, die die Sachlage hart, kritisch und ergebnisoffen geprüft haben. Sollten sie bestätigen: Yep, der Junge ist echt durchgeknallt... dann werde ich gern und dankbar meine Reue eingestehen... 🙂 Damit ist von meiner Seite alles zum Thema gesagt, was zu sagen war. Ich habe nun über viele Jahre meinen Kopf quasi ehrenamtlich für die Wahrung einer kritischen Osteopathie hingehalten und eine der raren und sperrigen Oppositionsbänkchen treu und gewissenhaft abgewetzt. Ob das, was ich getan und nicht getan richtig oder falsch war wird allein die seriöse Geschichtsschreibung der nächsten Generationen entscheiden. Nun aber ist es für mich Zeit aufzustehen und meinen arg geschundenen Hintern wieder durchzubewegen. Eure Zeit ist gekommen. Seid der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt (oder seid wie ich nur einer von vielen unsichtbaren Tropfen, die hierfür ebenfalls notwendig sind).
Ich jedenfalls besteige nun ruhigen Gewissens meine Schaluppe JOLANDOS, um auf dem langen Weg zurück an die Ränder der Osteopathie meine dringend zu erledigenden Hausaufgabe zu machen: drei Jahrzehnte Arbeit als Zeitkapsel aufbereiten und gut sichtbar für nächste Generationen, die kritische Öffentlichkeit und die historisch-kritische Forschung gut sichtbar zu deponieren. Was ich dann am Rand der Osteopathie machen werde, weiß ich noch nicht; nur iens ist sicher: es werden neue Abenteuer jenseits 'alter Wege' sein.
In diesem Sinn wieder zu meinem Tagesgeschäft! |
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