Placebo-Effekte

Placebo-Effekte
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  • 562756
  • 9783770562756
  • Martin Andree
  • 461 S., zahlr. Abb., Softcover
  • 2018
  Warum ist dieses Buch interessant für die Osteopathie? Rund 30% aller... mehr
Produktinformationen "Placebo-Effekte"

 

Warum ist dieses Buch interessant für die Osteopathie?

Rund 30% aller heilenden Wirkungen in orthodoxmedizinischen Anwendungen gehe auf Placebo-Effekte zurück (inkl. Chirurgie). Man darf davon ausgehen, dass dieser Anteil im Bereich komplementär- und alternativmedizinischer Anwendungen noch deutlich höher ist. Gerade bei der Osteopathie dürften manuelle Techniken (auch strukturelle) bezogen auf die Wirkung der Behandlung nur eine nachrangige Rolle spielen. Umso erstaunlicher ist die nach wie vor die geradezu zentrale Bedeutung der Techniken in weiten Teilen der osteopathischen Ausbildung.

Will Osteopathie als seriöses Heilverfahren gelten, ist es daher allerhöchste Zeit, das Thema "Osteopathie und Placebo" offen und kritisch innerhalb der osteopathischen Welt zu diskutieren. Das vorliegende Buch bietet hierzu einen idealen Wissens-Einstieg. Hervorragend recherchiert, brillant durchdacht und aufgebaut, schonungslos und entlarvend. Besser und umfassender kann man sich kaum zu diesem heiklen Thema informieren!

Offizieller Infotext des Verlages:

Heilende Zeichen, toxische Texte, ansteckende Informationen

Sind Zeichen und Medien in der Lage, Wirkungen auszulösen, die sich mit denjenigen von Drogen und Arzneimitteln vergleichen lassen? Die Studie erschließt die Potenzen ,heilender Zeichen‘ und ,toxischer Texte‘ sowie die Bedeutungswirkungen von Placebo-Effekten.Im Gegensatz zu breit erforschten Effekten wie Gänsehaut oder Herzrasen wurden genuin pharmakologische körperliche Wirkungen in den Medien- und Kulturwissenschaften bislang allenfalls marginal beschrieben. Die Studie erschließt die umfangreiche Phänomenologie der erheblichen biophysiologischen Beeinflussung des Körpers durch semantisch-mediale Inputs, die im günstigen Fall organische Krankheiten heilen, aber auch schädliche Effekte verursachen können, bis hin zu ‚Tod durch Zeichen‘. Dabei dienen die Bedeutungswirkungen von Placebo-Effekten als Paradigma der kultur- und medienwissenschaftlichen Untersuchung. Sie liefert damit aus einer neuen Perspektive auch eine umfangreiche Validierung der verschiedenen ‚Körperdiskurse‘ bzw. ‚Krankheitskulturen‘ aus den siebziger und achtziger Jahren.

Martin Andree unterrichtet Medienwissenschaft an der Universität Köln und ist Verfasser mehrerer Monographien zu verschiedenen Aspekten von Medienwirkungen. Bei Wilhelm Fink sind erschienen: Archäologie der Medienwirkung (2005) und Wenn Texte töten (2011).

Quelle: Fink Verlag