Sterben

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  • 013545
  • 9783827013545
  • Matthias Gockel
  • 272 S., Hardcover
  • 2019
  Warum ist dieses Buch interessant für die Osteopathie? "Deine eigene... mehr
Produktinformationen "Sterben"

 

Warum ist dieses Buch interessant für die Osteopathie?

"Deine eigene Kunstfertigkeit, zusammen mit dem großen Buch der Natur fordern allein Respekt in diesem Arbeitsfeld. Hier legst Du die langen Worte beiseite und nutzt Deinen Verstand in tiefem und stillem Ernst. Trinke tief von der ewigen Quelle der Vernunft , dringe in den Wald des Gesetzes ein, dessen Schönheiten im Leben und im Tod liegen." (A.T. Still. Das große Still-Kompendium. S. I-71)

Die primäre Haltung des Entdeckers der Osteopathie war primär philosophisch und erst sekundär therapeutisch. Damit ist der Ausgangspunkt der Osteopathie nicht die Suche nach einer erfolgreichen oder effektiven Therapie, sondern die großen und allgemeinen Fragen des Lebens. Und hierzu gehört selbstverständlich auch der Tod. Und dieser wird in den Diskussionen nicht nur etablierten Medizin, sondern auch innerhalb die Osteopathie ausgeklammert, ja sogar tabuisiert. Man erliegt heir dem irrationalen Glauben, das Attribut "modern" basiere ausschließlich auf empirischer Wissenschaft und wirtschaftlicher Effizienz. Philosophische Kernfragen, wie die nach der Bedeutung des Todes innerhalb des osteopathischen Konzeptes erscheinen hier hinderlich, oder sogar lästig.

Dieses Verhalten ignoriert, dass der Tod zur Ganzheit des Menschen ebenso gehört, wie sein Leben und seine Gesundheit. Aussagen wie "Osteopathie behandelt keine Krankheiten, sondern den ganzen Menschen", wirken bei einer fehlenden offenen und ernsthaften Diskussion über den Umgnag mit dem Sterben innerhalb der Osteopathie unglaubwürdig. Zudem begünstigt jedes Schweigen zu diesem Thema die Zunahme unwürdigen Sterbens in unserer modernen Gesellschaft. 

Das vorliegende Buch ist nicht nur ein hervorragender Denkanstoß, sich über das Thema kundig zu machen. Es regt auch an einmal über das eigene Sterben und die Konsequenzen für die nahestehenden Menschen zu mache. Zudem vergägenwärtigt es, wie wichtig die Auseinandersetzung mit großen philosophsichen Fragen innerhalb der therapeutischen Welt ist.


Offizieller Infotext des Verlages:

 


Warum wir einen neuen Umgang mit dem Tod brauchen

"Halte es für möglich, dass dein Arzt beim Thema Tod noch mehr Angst hat als du."

Wir müssen über den Tod reden. Es nicht zu tun, bedeutet, die Entscheidung darüber, wie wir sterben wollen, anderen zu überlassen. Der Palliativmediziner Matthias Gockel erlebt täglich, wie sehr Verdrängen und Verschweigen einen bewussten Umgang mit dem Sterben blockieren - nicht nur bei Patienten und Angehörigen, sondern auch bei ihren Ärzten. Er fordert deshalb eine neue Art der Gesprächskultur. Indem er aus seinem Berufsalltag erzählt, macht er nicht nur Mut, sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen. Er gibt zudem wichtige Orientierungshilfen, wie sich in einem zunehmend auf Kostenersparnis ausgerichteten Medizinsystem Entscheidungen treffen lassen, die für ein Sterben in Selbstbestimmung und Würde unabdingbar sind.


Herausgeber / Autoren

Dr. med. Matthias Gockel, geboren 1970 in Wuppertal, ist Internist und leitete von 2009 bis 2017 die Palliativstation im Helios-Klinikum Berlin-Buch. Zuvor hatte er die Palliativstation am Klinikum Großhadern in München mit aufgebaut. Seit 2018 ist er Leitender Oberarzt Palliativmedizin im Vivantes-Klinikum im Friedrichshain in Berlin.

Oliver Kobold, geboren 1970, Literaturwissenschaftler, Autor und Lektor. Lebt in Stuttgart. Zahlreiche Veröffentlichungen und Rundfunkarbeiten, u. a. zu Literatur, Musik und Kunst. Co-Autor zweier SPIEGEL-Bestseller von Wolfgang Niedecken: "Für ‘ne Moment – Autobiographie" (2011) und "Zugabe – Die Geschichte einer Rückkehr" (2013).

Quelle: Berlin Verlag