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Natur

Autor/Urheber: Emerson

Ausstattung: 40

ID: 216578

160 S.

 

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9,90 €
 
 
 
 

Produktinformationen "Natur"

Das Weltbild von A.T.Still (1828-1917), dem Entdecker der Osteopathie, wurde von einigen Menschen maßgeblich geprägt: John Wesley, dem Begründer des Methodismus, Emanuel Swedenborg und seine Vorstellung des Verhältnisses zwischen der irdischen und der himmlichen Welt, Herbert Spencer aufgrund seiner Auslegung der Evolutionstheorie und Ralph Waldo Emerson, dem Mitbegründer des Amerikanischen Transzendentalismus. In ihm wird ein offenes und ursprüngliches Verhältnis zum Wunder der Natur beschrieben und das Recht darauf, sich aus den darin gewonnenen Eindrücken ein eigenes Bild der Welt zu schaffen. Lesen wir den Beginn der Einleitung:

"Unser Zeitalter blickt hinter sich. Es errichtet den Vätern Grabdenkmäler. Es schreibt Biographien, Geschichte und Kritik. Die vorangegangenen Generationen schauten Gott und die Natur von Angesicht zu Angesicht, wir durch ihre Augen. Warum sollten nicht auch wir uns eines ursprünglichen Verhältnisses zum Universum erfreuen dürfen ? Warum sollten nicht auch wir eine Dichtkunst und Philosophie der Einsicht statt der Überlieferung haben und eine Religion der Offenbarung statt der Geschichte? Wir leben für kurze Zeit im Schöße der Natur, deren Lebensfluten uns umströmen und durchwallen und die durch ihre Kräfte uns einlädt, ihr gemäß zu handeln; warum sollten wir da in den trockenen Knochen der Vergangenheit herumwühlen oder die jetzt lebende Generation mit den Masken ihrer verstaubten Gewänder verkleiden? Auch heute scheint die Sonne. Mehr Baumwolle und Flachs wächst heute auf den Feldern. Wir wissen von neuen Ländern, neuen Menschen, neuen Gedanken. Laßt uns unsere eigenen Werke, Gesetze und unsere eigene Art der Verehrung fordern."

Und hier zum Vergleich Still:
"Unabhängig von seinem jeweiligen Thema, kümmert sich der ursprüngliche Denker nicht um die so genannte Autorität in Vergangenheit oder Gegenwart. Er kümmert sich nicht um Priester, Papst, Präsident, Zar, Kaiser, Sultan oder um irgendeine andere Autorität... Und weiter: Die Natur erschafft die Ursachen zu einem weisen Zwecke und zeigt so viel Weisheit bei der Erschaffung und Präparation aller Körper, Lebewesen und Welten, die sich in ihrer Aktivität widerspiegeln." (Das große Still-Kompendium, S. III-137)

Wer Stills Philosophie der Osteopathie vertieft verstehen möchte, muss den Amerikansichen Transzendentalismus verstehen können. Und dieser ist ohen Emersons Frühwerk nicht vorstellbar.

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Rezensionen:
"Zu Lebzeiten als Prophet verehrt, bei seinem Tod von ganz Amerika betrauert, war Emersons Einfluß auch in Deutschland groß. Seine Theorie der Natur, des Lebendigen, der Schöpfung ist kein System der Naturwissenschaft, sondern der Versuch, alles Sichtbare in einfache Kategorien zu bringen und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Souveränität der Persönlichkeit, der unabhängige Mensch war sein Anliegen." (Österreichischer Rundfunk, Wien)

"Es ist zwecklos, ja unmöglich, Emersons Philosophie zu reproduzieren oder zu erläutern, denn wie ein Kristall oder eine Landschaft beschreibt und kommentiert er sich selbst. Seine Sätze sind da, unvorbereitet, undiskutierbar, gleich Matrosensignalen aus einer nebelhaften Tiefe. Man kann Emerson nicht widersprechen. Seine überzeugende Kraft beruht ja eben darauf, daß er alles aus seinem inneren Diktat schöpft und nichts dazutut. Er hält still, lauscht auf sein Herz und schreibt mit." (Egon Friedell)

"Ich sehe in ihm eines der wertvollsten Vermächtnisse des nachgoetheschen Jahrhunderts." (Ernst Robert Curtius)

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Autor:
Ralph W. Emerson, geb. 1803 in Boston, war Philosoph und Dichter. 'Wer ein Mensch sein will, der muß Nonkonformist sein', so die Überzeugung, der er folgte. Er selbst nannte seine Gedanken 'Kinder des Waldes', seine an Montaigne geschulten Essays galten als die intellektuelle Unabhängigkeitserklärung Amerikas. Schon zu Lebzeiten wurde er als Prophet verehrt, sein Tod 1882 von ganz Amerika betrauert.

 
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